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	<title>Gesellschaft Archive - Benimm Dich</title>
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	<description>Die Umgangsformen-Seite von Dominik Truschner</description>
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		<title>Respektvolle Erziehung &#8211; Werte für das Leben vermitteln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominik Truschner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 10:44:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In unserer heutigen Zeit stehen Eltern vor besonderen Herausforderungen: Wie können wir sicherstellen, dass unsere Kinder zu respektvollen, charakterstarken Menschen heranwachsen? Wie vermitteln wir ihnen Werte, die sie zu aufmerksamen Partnern, verlässlichen Freunden und integren Persönlichkeiten machen?<br />
Die gute Nachricht ist: Sie haben mehr Einfluss, als Sie vielleicht denken. Mit bewussten Entscheidungen und klaren Werten können Sie Ihr Kind dabei unterstützen, eine Person von Charakter zu werden - jemand, den andere respektieren und dem sie vertrauen.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Das Fundament: Sie sind das wichtigste Vorbild</h3>
<p><strong>Leben Sie vor, was Sie lehren möchten.</strong></p>
<p>Kinder sind wie Spiegel &#8211; sie reflektieren das Verhalten, das sie täglich erleben. Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind respektvoll mit anderen umgeht, zeigen Sie ihm durch Ihr eigenes Verhalten, wie das aussieht. Behandeln Sie Ihren Partner, Ihre Kollegen und Fremde mit der Höflichkeit und Aufmerksamkeit, die Sie sich für Ihr Kind wünschen.<br />Falls Sie alleinerziehend sind, achten Sie darauf, dass die Vorbilder in seinem Leben &#8211; Großeltern, Verwandte, Familienfreunde &#8211; diese Werte ebenfalls verkörpern. Zeigen Sie Ihrem Kind durch Ihr eigenes Verhalten, wie Menschen einander mit Respekt, Aufmerksamkeit und echter Wertschätzung begegnen können.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Die Bausteine des Charakters</h3>
<p><strong>Höflichkeit als Grundpfeiler</strong></p>
<p>&#8222;Bitte&#8220;, &#8222;Danke&#8220; und &#8222;Entschuldigung&#8220; &#8211; diese einfachen Worte öffnen Türen und Herzen. Doch echte Höflichkeit geht weit darüber hinaus. Sie bedeutet, anderen mit Würde zu begegnen, unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Status oder ihrer Position.</p>
<p>Erklären Sie Ihrem Kind, warum Höflichkeit wichtig ist: Sie zeigt, dass wir andere Menschen wertschätzen und ihre Zeit und Gefühle respektieren. Ein höflicher Mensch macht das Leben für alle angenehmer und wird dafür geschätzt.</p>
<p><strong>Kommunikation, die verbindet</strong></p>
<p>In unserer digitalisierten Welt wird die Kunst des echten Gesprächs immer seltener. Bringen Sie Ihrem Kind bei, was wirklich zählt: aktiv zuzuhören, durchdachte Fragen zu stellen und andere ausreden zu lassen.</p>
<p>Üben Sie diese Fähigkeiten täglich beim Abendessen oder während der Autofahrt. Stellen Sie ihm Fragen über seinen Tag, seine Gedanken und Träume &#8211; und hören Sie wirklich zu. Zeigen Sie ihm, wie bereichernd ein echtes Gespräch sein kann, in dem Menschen sich wirklich austauschen und voneinander lernen.</p>
<p><strong>Ein starkes Wertesystem entwickeln</strong></p>
<p>Eine charakterstarke Person kennt den Unterschied zwischen richtig und falsch &#8211; und handelt entsprechend. Schaffen Sie zu Hause eine Atmosphäre, in der Ehrlichkeit geschätzt wird, auch wenn sie unbequem ist. Wenn Ihr Kind einen Fehler macht und dazu steht, loben Sie es für seine Ehrlichkeit, bevor Sie die Konsequenzen besprechen.</p>
<p>Diskutieren Sie regelmäßig über Werte wie Integrität, Mitgefühl und Verantwortung. Verwenden Sie Situationen aus dem Alltag, Filme oder Bücher als Gesprächsanlässe. So helfen Sie ihm, ein inneres Koordinatensystem zu entwickeln, das ihn durchs Leben führt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Praktische Lebenskompetenzen</h3>
<p><strong>Arbeitsmoral und Ausdauer</strong></p>
<p>Ein respektvoller Mensch scheut sich nicht vor Anstrengung. Ermutigen Sie Ihr Kind von klein auf, Aufgaben zu Ende zu bringen und sein Bestes zu geben &#8211; egal ob bei den Hausaufgaben, im Sport oder bei Haushaltstätigkeiten.<br />Erklären Sie ihm, dass wahre Zufriedenheit aus der Arbeit kommt, die wir in etwas investieren. Menschen, die bereit sind, sich anzustrengen, werden respektiert und finden mehr Erfüllung im Leben.</p>
<p><strong>Emotionale Reife entwickeln</strong></p>
<p>Früher wurde Kindern oft beigebracht, ihre Gefühle zu verstecken. Heute wissen wir: Emotionale Intelligenz ist eine Stärke, nicht eine Schwäche. Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind über Gefühle &#8211; seine eigenen und die anderer.</p>
<p>Helfen Sie ihm zu verstehen, dass Wut, Trauer oder Frustration normal sind, aber dass es darauf ankommt, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen. Ein emotional reifes Kind kann seine Gefühle ausdrücken, ohne andere zu verletzen, und kann andere in schwierigen Momenten unterstützen.</p>
<p><strong>Führungsqualitäten fördern</strong></p>
<p>Echte Führung bedeutet nicht, andere zu dominieren, sondern ihnen zu dienen. Geben Sie Ihrem Kind gelegentlich die Möglichkeit, Entscheidungen für die Familie zu treffen &#8211; welchen Film schauen wir heute Abend? Wohin gehen wir am Wochenende?<br />Erklären Sie ihm, dass ein guter Anführer zuerst zuhört, dann entscheidet, und dass er die Verantwortung für seine Entscheidungen übernimmt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Umgangsformen bei Tisch – ein Spiegel des Respekts</h3>
<p>Die Art und Weise, wie wir uns bei Tisch verhalten, sagt viel über unseren Respekt gegenüber anderen und über unsere Selbstdisziplin aus. Tischmanieren sind weit mehr als äußere Förmlichkeiten: Sie zeigen, dass wir Rücksicht auf unser Gegenüber nehmen, uns selbst beherrschen können und die gemeinsame Mahlzeit als wertvolle Zeit miteinander schätzen.</p>
<p>Bringen Sie Ihrem Kind bei, wie das Besteck korrekt gehalten und verwendet wird, aufmerksam zuzuhören, nicht ins Wort zu fallen, erst die in den Mund genommenen Bissen zu schlucken, bevor gesprochen wird, den Tisch ordentlich zu halten und kleine Gesten der Höflichkeit wie das Weiterreichen von Speisen, Salz und Pfeffer, usw. zu praktizieren. So vermitteln Sie, dass gutes Benehmen nicht veraltet ist, sondern Ausdruck von Respekt, Rücksichtnahme und Wertschätzung für andere Menschen bleibt – auch in unserer modernen, schnellen Welt.</p>
<p>Jeder Mensch, der eine solide Grundlage an Tischmanieren aus dem Elternhaus mitbekommen hat, ist auf jeden Fall in der Lage, auch im Geschäftsleben besonders hervor zu stechen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Die kleinen Gesten, die den Unterschied machen</h3>
<p><strong>Aufmerksamkeit im Alltag</strong></p>
<p>Die Tür für andere aufzuhalten mag altmodisch erscheinen, aber es ist ein wunderbares Symbol für Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Bringen Sie Ihrem Kind bei, auf seine Umgebung zu achten: Braucht jemand Hilfe? Kann er jemandem eine kleine Freude machen?</p>
<p>Diese Aufmerksamkeit erstreckt sich auf viele Bereiche: den Einkaufswagen wegbringen, jemandem beim Tragen schwerer Taschen helfen, oder einfach ein ehrliches Kompliment machen.</p>
<p><strong>Selbstständigkeit und Partnerschaft</strong></p>
<p>Ein moderner, respektvoller Mensch ist kein hilfloses Wesen, das von anderen versorgt werden muss. Bringen Sie Ihrem Kind bei, zu kochen, zu putzen und seinen Haushalt zu führen. Erklären Sie ihm, dass in einer echten Partnerschaft beide Partner zum Wohl der Familie beitragen.</p>
<p>Diese Fähigkeiten machen ihn nicht nur unabhängiger, sondern auch zu einer Person, die auf Augenhöhe zu Beziehungen beiträgt und andere nicht überlastet.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Charakter in schwierigen Momenten</h3>
<p><strong>Mit Niederlagen umgehen</strong></p>
<p>Das Leben ist voller Herausforderungen und Enttäuschungen. Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass sein Charakter nicht daran gemessen wird, ob es gewinnt, sondern daran, wie es mit Niederlagen umgeht.<br />Eine charakterstarke Person gratuliert ihren Mitstreitern aufrichtig, lernt aus Fehlern und steht wieder auf. Diese Resilienz wird ihm in allen Lebensbereichen zugutekommen.</p>
<p><strong>Bescheidenheit trotz Erfolg</strong></p>
<p>Selbstvertrauen ist wichtig, aber Arroganz stößt Menschen ab. Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass wahre Stärke oft in der Bescheidenheit liegt. Wenn es etwas gut macht, kann es stolz darauf sein, ohne andere klein zu machen.</p>
<p>Bringen Sie ihm bei, die Erfolge anderer zu feiern und zu erkennen, dass seine eigenen Erfolge oft auch anderen zu verdanken sind &#8211; Eltern, Lehrern, Trainern, Freunden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Die äußere Erscheinung</h3>
<p><strong>Selbstrespekt durch Körperpflege</strong></p>
<p>Wie wir uns präsentieren, sagt viel über unseren Selbstrespekt aus. Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass gute Hygiene und gepflegte Kleidung Zeichen des Respekts vor sich selbst und anderen sind.</p>
<p>Es geht nicht darum, immer perfekt auszusehen, sondern darum, sich Mühe zu geben und zu zeigen, dass einem sowohl das eigene Wohlbefinden als auch der Eindruck, den man auf andere macht, wichtig ist.</p>
<p><strong>Körpersprache, die Vertrauen schafft</strong></p>
<p>Ein fester Händedruck und direkter Blickkontakt sind mehr als nur Höflichkeitsformen &#8211; sie signalisieren Selbstvertrauen und Ehrlichkeit. Üben Sie diese Fähigkeiten mit Ihrem Kind, damit sie ihm zur Gewohnheit werden.</p>
<p>Erklären Sie ihm, dass Menschen, die anderen in die Augen schauen können, als vertrauenswürdig und aufrichtig wahrgenommen werden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Werte durch Taten vermitteln</h3>
<p><strong>Pünktlichkeit als Zeichen des Respekts</strong></p>
<p>Zu spät zu kommen bedeutet, dass wir die Zeit anderer Menschen nicht wertschätzen. Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass Pünktlichkeit eine Form des Respekts ist. Planen Sie gemeinsam, wie man rechtzeitig ankommt, und erklären Sie ihm, warum das wichtig ist.</p>
<p><strong>Engagement für die Gemeinschaft</strong></p>
<p>Freiwilligenarbeit öffnet Ihrem Kind die Augen für die Bedürfnisse anderer und lehrt es Empathie. Suchen Sie gemeinsam nach Möglichkeiten, sich zu engagieren &#8211; ob im Tierheim, bei der Essensausgabe oder bei der Unterstützung älterer Nachbarn. Diese Erfahrungen zeigen ihm, dass es einen positiven Einfluss auf die Welt haben kann und dass es erfüllend ist, anderen zu helfen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Vorbilder und Geschichten</h3>
<p><strong>Inspirierende Beispiele finden</strong></p>
<p>Erzählen Sie Ihrem Kind Geschichten von Menschen, die durch ihren Charakter Großes bewirkt haben &#8211; nicht nur durch Macht oder Reichtum, sondern durch Integrität, Mut und Mitgefühl. Das können historische Figuren sein, Menschen aus Ihrem persönlichen Umfeld oder auch fiktive Charaktere aus Büchern und Filmen.<br />Diskutieren Sie mit ihm über diese Vorbilder: Was machte sie besonders? Wie haben sie in schwierigen Situationen gehandelt? Was können wir von ihnen lernen?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Das Gleichgewicht finden</h3>
<p><strong>Verschiedene Perspektiven schätzen lernen</strong></p>
<p>Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind von vielfältigen Vorbildern lernt &#8211; von Menschen unterschiedlicher Geschlechter, Kulturen und Lebenserfahrungen. Diese Vielfalt lehrt es, verschiedene Perspektiven zu schätzen und mit allen Menschen respektvoll umzugehen.<br />Erklären Sie ihm, dass starke Menschen die Stärke und Intelligenz anderer schätzen und unterstützen, anstatt sich davon bedroht zu fühlen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Erziehung eines charakterstarken Kindes ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortlaufender Prozess. Jeder Tag bietet neue Gelegenheiten, Werte zu vermitteln und positive Verhaltensweisen zu verstärken.</p>
<p>Denken Sie daran: Sie erziehen nicht nur Ihr Kind, sondern formen die Person, die es werden wird. Mit Geduld, Liebe und klaren Werten können Sie ihm helfen, zu einem Menschen zu werden, der die Welt um sich herum besser macht &#8211; einer, der mit echtem Charakter und Respekt durchs Leben geht.</p></div>
			</div>
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		<title>Welchen Stellenwert haben Umgangsformen heute?</title>
		<link>https://benimmdich.org/project/welchen-stellenwert-haben-umgangsformen-heute/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominik Truschner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2024 09:24:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn sich viele Umgangsformen im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt und in vielen Augen lascher geworden sind, eine Wahrung derselben, vor allem der grundlegenden Verhaltensregeln ist für ein respektvolles Zusammenleben unerlässlich.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Umgangsformen sind heute wichtiger denn je.</h4>
<p>Zumindest sehe ich das so. Wir haben mehrere Jahre der hoheitlich vorgeschriebenen Trennung vom sozialen Leben erlebt, dass vielen in der Bevölkerung das menschliche Zusammenleben bzw. die soziale Interaktion regelrecht schwer fällt. Wir gehen einerseits bewusster auf Distanz zu anderen, andererseits suchen wir wieder vermehrt ein gemeinsames Leben mit der Masse in unserer Freizeit. Es wird zunächst lockerer miteinander umgegangen und vermehrt geduzt, um dann in manchen Alltagssituationen verunsichert zu sein und von einem in ein anderes Fettnäpfchen zu treten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>All diese pauschalierten Gegensätze zeigen allerdings, dass ein gewisses Maß an gemeinschaftlichen Regeln das Zusammenleben weit mehr erleichtern können, als sie es vielleicht einengen. Vergleichen wir es einmal mit Regeln im Straßenverkehr: Die Straßenverkehrsordnung zeigt uns den Umgang miteinander im Verkehr und hilft (meist) ein unfallfreies Weiterkommen auf unseren Straßen.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich bei sozialen Kontakten. Gäbe es keine grundlegenden Umgangsformen, wir würden uns höchstwahrscheinlich nach einer gewissen Hierarchie sehnen, damit es nicht zu einem Recht des Stärkeren kommt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die rigiden Strukturen, die meist noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gegolten haben sind längst nicht mehr so ausgeprägt vorhanden, denn wir wissen, dass sich alles im Laufe der Zeit weiterentwickelt, gleichgültig ob gut oder unvorteilhaft. Es hat sich auch gezeigt, dass sich derartige Entwicklungen, wenn sie z.B. zum Nachteil reichen, langsam, aber doch, wieder eine andere Richtung einschlagen. Es ist fast wie in der Marktwirtschaft, in der Angebot, Nachfrage und Leistung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.</p>
<p>Meine Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass sich jüngere Menschen in, für ältere Generationen als Standardsituationen geltenden Momenten, häufig unsicher fühlen und dementsprechend verhalten. Daraus folgt wiederum eine auffällige Verhaltensweise, die sowohl in mehr Distanz als auch grenzüberschreitendem bis hin zu tätlichem Verhalten gegenüber anderen führen kann.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Gute Umgangsformen sind heute keine Selbstverständlichkeit</h4>
<p>Wie schon erwähnt resultiert der Mangel an Umgangsformen hauptsächlich aus der Unsicherheit und auch aus der Unbeholfenheit vieler Jugendlicher. Es ist eine große Herausforderung jungen Menschen moderne Umgangsformen näher zu bringen, da ihnen meist schon die elterliche Vorbildung fehlt. Das heißt, dass sich viele Eltern heute keine Gedanken darüber machen, was eine reduzierte Weitergabe von grundlegenden Umgangsformen bewirken kann.</p>
<p>Eltern von heute streben nach einer modernen Erziehung, die auf Verständnis und Demokratie basiert. Das Generationenbarometer des Allensbacher Instituts für das Forum &#8222;Familie stark machen&#8220; zeigt, dass fast 90 Prozent der befragten Eltern mit Kindern unter 16 Jahren Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen als wichtige Erziehungsziele betrachten. Darüber hinaus geben 70 Prozent an, dass ihre Kinder lernen sollten, sich nicht leicht entmutigen zu lassen.</p>
<p>Nur noch 38 Prozent der Befragten betrachten es als wichtig, dass ihre Kinder sich an Hierarchien halten. Es ist daher wenig überraschend, dass Kinder immer &#8222;übertrieben&#8220; selbstbewusster werden und Eltern zunehmend Schwierigkeiten haben, sich durchzusetzen. Die Betonung von Selbstvertrauen und Durchsetzungskraft als primäre Lernziele hat jedoch auch ihre Nachteile, da sie die Angst vor möglichen negativen Folgen des Grenzensetzens verstärkt. Aus diesem Grund versuchen viele Eltern oft erst gar nicht, diese zu setzen.</p></div>
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				<div class="et_pb_testimonial_description">
					<div class="et_pb_testimonial_description_inner"><div class="et_pb_testimonial_content"><h3>Eltern müssen Leitwölfe sein!</h3></div></div>
					<span class="et_pb_testimonial_author">Jesper Juul</span>
					<p class="et_pb_testimonial_meta"><span class="et_pb_testimonial_position">dänischer Familientherapeut &amp; Bestsellerautor </span></p>
				</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Jesper Juul, dänischer Familientherapeut und Autor zahlreicher Erziehungsbücher, betont die Wichtigkeit, dass Eltern &#8222;Leitwölfe&#8220; sein müssen. Er erklärt, dass das Aussprechen von &#8222;Nein&#8220; ein Akt der Liebe ist, der dem Kind hilft, Empathie zu entwickeln und die Grenzen anderer zu respektieren. Wenn Eltern jedoch Ja sagen, obwohl sie Nein meinen, führt dies zu einem Vertrauensbruch beim Kind und beeinträchtigt seine Fähigkeit, mit Enttäuschungen umzugehen. Juul betont, dass es für Kinder wichtig ist, auf die Realität vorbereitet zu sein und dass Eltern berechenbar sein sollten, anstatt ständig das Kind zufriedenstellen zu wollen. Dies hilft ihnen, besser mit Ablehnung und Grenzen umzugehen, denen sie im Leben begegnen werden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Moderne Umgangsformen lernt man nicht nur in einem Seminar!</h4>
<p>Genau das möchte ich allen gerne an meine teilnehmenden Jungen und auch älteren Menschen weitergeben. Ein oder mehrere Seminare allein reichen niemals aus, Sicherheit in der Anwendung moderner Umgangsformen zu erlangen. Wie bei allem ist regelmäßiges Training wichtig. Mit jedem Seminar kann ich einen roten Faden weitergeben, der helfen kann, sich besser orientieren zu können.</p>
<p>Hat man allerdings schon Grundlagen von seinen Eltern mitbekommen, dann ist das Besuchen solcher Seminare ein Feinschliff.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_17  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Wie begrüßt man heute?</h4>
<p>Alleine schon das Thema &#8222;Begrüßung&#8220; zeigt, wie viel Unsicherheit in unserer Zeit existiert: Handschlag ja oder nein, siezen oder duzen, &#8222;Hallo&#8220;, &#8222;Servus&#8220; oder &#8222;Guten Tag&#8220;, und so weiter und so fort sind nur ein paar Elemente, die für manche schwierig sind, gut eingeordnet werden zu können.</p>
<p>Hoffen wir, dass es eine gewisse Hierarchie in unserer Gesellschaft noch gibt, dann kann man getrost davon ausgehen, dass man die Hand zum Gruße erst dann reicht, wenn dies die ranghöhere Person zuerst anzeigt. Das allgemein verbreitete &#8222;Du&#8220; sollte gegebenenfalls auch wieder von den ranghöheren bzw. älteren Personen ausgehen. Bedenken wir, dass eine höfliche Distanz untereinander, nicht nur zu Vorgesetzten, immer von Vorteil sein kann, wenn man gegenseitig Grenzen wahren möchte.</p>
<p>Und zwei Tatsachen, die unbestritten nicht an Gültigkeit verloren haben:</p>
<ol>
<li style="list-style-type: none;">
<ol>
<li>Wenn ich gegrüßt werde, dann grüße ich zurück bzw.</li>
<li>wenn ich einen Raum (dazu gehört auch ein Fahrstuhl!) betrete, dann grüße ich zuerst!</li>
</ol>
</li>
</ol></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_18  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Umgangsformen beim Essen &#8211; das große Manko der Masse</h4>
<p>Umgangsformen bei Tisch sind heute großteils stark unterentwickelt. Und damit meine ich jetzt nicht, dass alle mit Austerngabeln oder Hummerscheren perfekt umgehen können sollten.</p>
<p>Das vermehrte Angebot an Fast und Street Food ist einerseits ein angenehmer Faktor geworden, hat sich aber auf der anderen Seite zu einem gewaltigen Umgamgsformenkiller entwickelt. Das bedeutet auch, dass viele Menschen ein (hoffentliches angenehmes) Essen bei Tisch &#8211; sogar in der Mittagspause &#8211; durch ein schnelles Verzehren von vorgefertigten Imbissen an allen ungewöhnlichen Orten ersetzen.</p>
<p>Wir kennen alle die oftmaligen Berichte darüber, dass der Speisenkonsum in den öffentlichen Verkehrsmitteln schon seit vielen Jahren ein Aufreger ist. Prinzipiell stehe ich dem Verzehr von Speisen und Getränken vor allem im Nahverkehr sehr kritisch gegenüber. Bei langen Zugfahrten schaut dies natürlich anders aus, da ja Speisewägen schon oft der Vergangenheit angehören und sogar von den einzelnen Betreibern ein OnBoard-Service angeboten wird, das uns direkt am Platz bewirtet.</p>
<p>In Straßenbahnen oder Linienbussen sind vor allem Speisen mit einem starken Geruch, der nicht für jeden Fahrgast angenehm ist, extrem störend. Abgesehen davon können viele dieser &#8222;Snacks&#8220; auch aufgrund ihrer Beschaffenheit zum allgemeinen Unwohlsein beitragen, da sie meist lästige Flecken verursachen können &#8211; und das hauptsächlich bei anderen und nicht bei einem selbst!</p>
<p>Die weit verbreitete Einstellung, dass man dann im konkreten Fall nicht die Ursache für die Be- bzw. Verschmutzung sei, trägt umso mehr dazu bei, dass man zum Feindbild wird. Es ist einfach respektlos während der Stoßzeit ein z.B. vor Fett und Saucen triefendes Dönertier inmitten vom Alltag genervter Fahrgäste ohne Rücksicht auf Verluste diverser Zutaten in sein Maul zu stopfen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Bei Tisch &#8211; Karriere fördern oder killen</h4>
<p>Nebenbei sollte man immer bedenken, dass Umgangsformen beim Essen und vor allem bei Tisch häufig ein wichtiger Faktor im Geschäftsleben sind. Das Verhalten am gedeckten Tisch, bzw. das Umgehen mit den am Tisch befindlichen Utensilien zeigt schnell, ob man ein positiver Repräsentant des Unternehmens ist, auch in den Außendienst entsandt wird und eventuell ein Kandidat für Führungspositionen ist. Da in solch gehobenen Positionen oft Geschäftsessen an der Tagesordnung stehen, sollte man, wenn man beabsichtigt in der Karriereleiter aufzusteigen, auch bei Tisch (sogar unscheinbar) sicher wirken.</p>
<p>Besonders auffällig ist in den letzte Jahren geworden, dass viele junge Menschen z.B. die Gabel entweder wie einen Bleistift oder wie einen Eispickel halten. Auch wenn dies vielleicht nichts über den Charakter dieser Person aussagt ist es für Vorgesetzte oder Tischnachbarn &#8211; rein äußerlich betrachtet &#8211; oft ein Indiz dafür, dass man eventuell Wichtigeres nicht gut im Griff haben könnte oder es an (Fingerspitzen-) Gefühl mangeln könnte.</p>
<p>Optisch wirkt der unbeholfene und|oder grobe Umgang mit Messer und Gabel ebenfalls problematisch, zeugt er doch davon, ob man gewisse grundlegenden Umgangsformen mit ins Leben bekommen hat. Abgesehen davon birgt es ein gewisses Verletzungspotential in sich, wenn man mit Gabel oder Messer in der Gegend herumfuchtelt.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Höflichkeit, Freundlichkeit, Respekt und Wertschätzung</h4>
<p>Diese vier Begriffe stehen abslut im Einklang mit den von Eltern weiter oben geforderten Grenzen, die deren Kinder anderen gegenüber setzen sollten. Mit einem gewissen Abstand zu anderen hat man immer auch einen entsprechenden Anstand. Daher kann man sicher mit dem respektvollen &#8222;Sie&#8220; diese entsprechende Distanz wahren, dennoch höflich sowie respektvoll sein und andere wertschätzend behandeln. Nichts spricht gegen ein freundliches &#8222;Du&#8220;. Es ist aber mit einem wertschätzenden &#8222;Sie&#8220; weit anspruchsvoller andere Personen zu erniedrigen, respektive selbst herablassend behandelt zu werden, als mit einem inflationär verwendeten &#8222;Du&#8220;.</p>
<p>Auch im US-Amerikanischen Raum, wo der gegenseitig benutze Vorname in Gesprächen bei uns vermeintlich ein &#8222;Du&#8220; annehmen lässt, ist die Verwendung eines bewusst eingesetzten &#8222;Sir&#8220; oder Madam&#8220; die Grenzziehung, die man ab und an verwenden sollte, wenn man wie bei uns &#8222;per Sie&#8220; sein möchte.</p>
<p>Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen verliert also man nicht, wenn man andere mit Würde und Respekt behandelt. Es zeugt sogar von einer gewissen Stärke, wenn man im Alltag anderen Menschen mit einer gebotenen Distanz begegnet und dennoch freundlich, höflich, respekt- und würdevoll agieren kann.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Fazit: &#8222;Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.&#8220;</h4>
<p>Dieser Vers aus der Bergpredigt hat bis heute nach wie vor seine Richtigkeit. Es ist eindeutig klar, dass sich ein positiv motiviertes Verhalten mehr als nur förderlich auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen auswirkt. Wenn Sie mit anderen respekt- und würdevoll umgehen, dann kann man, bei aller Wahrung der jeweiligen Grenzen, immer ein zumindest freundliches Verhalten seines Gegenübers erhalten.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Inklusion – Wir alle sind ein Teil des Ganzen</title>
		<link>https://benimmdich.org/project/inklusion-wir-alle-sind-ein-teil-des-ganzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dominik Truschner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Aug 2023 09:23:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Inklusion fördert Vielfalt, Chancengleichheit und soziale Integration, stärkt unsere Gesellschaft und ermöglicht jedem Einzelnen, sein volles Potenzial auszuschöpfen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Inhalt</h5>
<p>1. <a href="#teil1">Was bedeuten Integration oder Inklusion?</a><br />
2. <a href="#teil2">Ziel ist die Diversität unserer Gesellschaft</a><br />
3. <a href="#teil3">Das Recht auf Inklusion und aktive Beteiligung</a><br />
4. <a href="#teil4">Die UN-Behindertenrechtskonvention</a><br />
5. <a href="#teil5">Integration und Inklusion im Alltag</a><br />
6. <a href="#teil6">Fazit</a></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Jeder</strong> von uns ist ein <strong>einzigartiges Individuum</strong>. Das bedeutet, dass wir alle <strong>unterschiedliche Erfahrungen</strong>, <strong>Talente</strong>, <strong>Fähigkeiten</strong>, <strong>Interessen</strong> und <strong>Persönlichkeitsmerkmale</strong> besitzen. Diese Vielfalt macht uns als <strong>Gesellschaft</strong> <strong>reicher</strong> und bietet ein breites <strong>Spektrum an Perspektiven</strong>, <strong>Lösungsansätzen</strong> und <strong>Innovationen</strong>. Wenn wir als Gesellschaft oder auch Unternehmen die <strong>Einzigartigkeit jedes Einzelnen schätzen und fördern</strong>, können wir gemeinsam eine <strong>inklusivere und dynamischere Welt</strong> schaffen, in der jeder die Möglichkeit hat, sein <strong>volles Potenzial zu entfalten</strong> und einen <strong>positiven Beitrag</strong> zu leisten.</p>
<p><span>In <strong>Österreich</strong> lebt ein erheblicher Teil der Bevölkerung, nämlich <strong>18,4 Prozent</strong> der Menschen über 15 Jahren, mit anhaltenden Herausforderungen und Einschränkungen in ihrem täglichen Leben. Wenn wir diese Zahl hochrechnen, bedeutet dies, dass dies <strong>rund 1,34 Millionen</strong> sind. Es ist von entscheidender Bedeutung, diese Realität anzuerkennen und sich dafür einzusetzen, dass diese Menschen die <strong>gleichen Chancen und Möglichkeiten</strong> erhalten wie alle anderen in unserer Gesellschaft. <strong>Inklusion und Unterstützung</strong> sind <strong>wesentliche Schritte</strong>, um sicherzustellen, dass niemand aufgrund von Einschränkungen oder Unterschieden benachteiligt wird.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="teil1" class="et_pb_row et_pb_row_3">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Was bedeuten Integration oder Inklusion?</span><span> </span></h3>
<p><span>Oft werden beide <strong>Termini</strong> miteinander vertauscht bzw. <strong>fälschlicherweise gleichgesetzt</strong>. Die <strong>Unterschiede</strong> sind jedoch <strong>klar</strong> und können wie folgt aufgezeigt werden:</span></p>
<h5><span>Integration</span></h5>
<p><span>Es geht darum, eine <strong>Person</strong>, die bereits ausgeschlossen wurde oder von außen kommt, <strong>in ein bestehendes System einzubinden</strong>. Die Integration konzentriert sich auf die persönliche <strong>Anpassungsfähigkeit der betroffenen Person</strong>. Die <strong>Strukturen</strong> selbst (wie Lehranstalt, Arbeitsplatz, Vereine, usw.) erfahren dabei nur <strong>geringfügige Veränderungen</strong>.</span></p>
<h5><span>Inklusion</span></h5>
<p><span>Im Gegensatz dazu beinhaltet Inklusion <strong>von Anfang an</strong>, dass niemand von vornherein ausgeschlossen wird. Das bedeutet, dass das allgemeine Schulsystem kein Kind zurückweist, sondern jedes Kind gemeinsam mit seinen Altersgenossen unterrichtet wird. <strong>Jeder Mensch ist</strong> im regulären Arbeitsmarkt <strong>präsent</strong> oder lebt genauso <strong>wie alle anderen</strong> in der Nachbarschaft. Um dies zu erreichen, bietet <strong>die Gesellschaft</strong> Unterstützung an und <strong>verändert sich selbst aktiv</strong>. Sie öffnet ihre Türen für <strong>alle Menschen</strong> und heißt sie <strong>willkommen</strong>.</span></p>
<p><span>Die negative Form heißt <strong>Exklusion</strong> und <strong>schließt</strong> Menschen mit Einschränkungen <strong>komplett aus</strong>. Sie sind somit <strong>am Rand der Gesellschaft</strong>.</span></p>
<p><span><strong>Optisch</strong> könnte man diese Begriffe folgendermaßen darstellen:</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_4 et_pb_equal_columns et_pb_gutters4">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_1_3 et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5 style="text-align: center;">Integration</h5></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5 style="text-align: center;">Inklusion</h5></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_1_3 et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5 style="text-align: center;">Exklusion</h5></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="teil2" class="et_pb_row et_pb_row_5">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Ziel ist die Diversität unserer Gesellschaft</h3>
<p>Der Begriff &#8222;<strong>Diversität</strong>&#8220; stammt aus dem Lateinischen und beschreibt <strong>die Fülle und Verschiedenheit von Merkmalen und Eigenschaften</strong> in der Gesellschaft. Er <strong>richtet den Blick</strong> auf sowohl die <strong>Gemeinsamkeiten</strong> als auch die <strong>Unterschiede zwischen Menschen</strong>, die oft auf sozialer Ebene entstehen und zu Ungleichheiten führen können. Diese <strong>Vielfalt</strong> kann auf <strong>individueller</strong> oder <strong>gesellschaftlicher Ebene</strong> betrachtet werden und betrifft <strong>jede Person</strong>, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen.</p>
<p>In Unternehmen sollte die <strong>Integration und Inklusion</strong> von Menschen mit Einschränkungen ein <strong>integraler Bestandteil des Diversity Managements</strong> sein. Ebenso gehört die <strong>Förderung der Chancengleichheit</strong> von Frauen und Männern dazu. Dabei ist es <strong>wichtig</strong>, in der Arbeitswelt sowohl die offensichtlichen als auch die nicht sichtbaren <strong>Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Mitarbeiter</strong> zu <strong>berücksichtigen</strong>. Weitere Aspekte der Diversität umfassen das Alter, die sexuelle Orientierung, die ethnische Herkunft und die Religion.</p>
<p>Prinzipiell sollen all diese <strong>individuellen Unterschiede</strong> niemals Entscheidungen des Personalmanagements beeinflussen.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="teil3" class="et_pb_row et_pb_row_6">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Das Recht auf Inklusion und aktive Beteiligung</h3>
<p>Inklusion strebt danach, dass <strong>sämtliche Mitglieder</strong> einer Gesellschaft <strong>gleichberechtigt</strong> sind und sich <strong>gegenseitig respektieren</strong>. Dies bedeutet, dass <strong>Menschen mit Einschränkungen</strong> nicht nur integriert, sondern auch in vollem Umfang <strong>teilhaben</strong> und ihre <strong>eigenen Entscheidungen</strong> treffen können sollen. Dieses Prinzip erstreckt sich nicht nur auf den <strong>Bereich der Arbeit</strong>, sondern erstreckt sich ebenso auf <strong>Bildung</strong>, <strong>Wohnen</strong> und <strong>Freizeitgestaltung</strong>. Die Grundlagen für Inklusion sind in <strong>internationalen Menschenrechtskonventionen</strong> verankert und unterstreichen das unabdingbare <strong>Recht</strong> jedes Einzelnen auf <strong>volle gesellschaftliche Teilhabe</strong>.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_1 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_testimonial et_pb_testimonial_1 clearfix  et_pb_text_align_center et_pb_bg_layout_light et_pb_testimonial_no_image">
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_testimonial_description">
					<div class="et_pb_testimonial_description_inner"><div class="et_pb_testimonial_content"><div class="breaker"><em>Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.</em></div></div></div>
					<span class="et_pb_testimonial_author">Artikel 1</span>
					<p class="et_pb_testimonial_meta"><span class="et_pb_testimonial_position">Allgemeine Erklärung der Menschenrechte</span></p>
				</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_2 et_pb_divider_position_ et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="teil4" class="et_pb_row et_pb_row_7">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_9  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Die UN-Behindertenrechtskonvention: Ein Bekenntnis zur Selbstbestimmung und Teilhabe</h3>
<p>Die UN-Behindertenrechtskonvention hat <strong>das klare Ziel</strong>, die <strong>Rahmenbedingungen</strong> für ein selbstbestimmtes Leben zu gewährleisten:</p>
<ul>
<li><strong>Gleiche Rechte für alle Mitglieder einer Gesellschaft</strong> stehen im Mittelpunkt.</li>
<li><strong>Die Vielfalt der Menschen</strong> wird als <strong>Bereicherung</strong> angesehen, und gegenseitiges Lernen wird gefördert.</li>
<li><strong>Ausgrenzung</strong> jeglicher Art wird entschieden <strong>abgelehnt</strong>.</li>
<li><strong>Menschen mit Einschränkungen</strong> werden uneingeschränkt <strong>anerkannt</strong> und als <strong>selbstverständlicher Teil</strong> der Gesellschaft betrachtet.</li>
<li>Sie haben das <strong>Recht auf Teilhabe an Bildung</strong>, am <strong>Arbeitsleben</strong>, in der <strong>Freizeitgestaltung</strong> und im <strong>Wohnbereich</strong>, jeweils mit der erforderlichen Unterstützung.</li>
<li>Das <strong>Recht auf Selbstbestimmung</strong> des eigenen Lebens wird uneingeschränkt gewährleistet.</li>
<li><strong>Bürgerinnen und Bürger</strong> in einer inklusiven Gesellschaft leben <strong>eigenverantwortlich</strong> und übernehmen ihre <strong>Aufgaben und Pflichten</strong>, was insbesondere inklusive Bildung und gesellschaftliche Teilhabe betrifft.</li>
</ul>
<p>Für Menschen mit Einschränkungen ist es von <strong>großer Bedeutung</strong>, dass sie in allen Lebensbereichen <strong>akzeptable Wahlmöglichkeiten</strong> haben, die es ihnen ermöglichen, ihr <strong>eigenes Leben</strong> nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Zusammengefasst, kann man <strong>3 Schlagworte</strong> für ein respektvolles Miteinander anführen:</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_1_4 et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_32  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h1 style="text-align: center;">1.</h1></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_4 et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4 class="p1">Inklusion</h4>
<ul>
<li class="p1">Alle Menschen in einer Gesellschaft sind gleichberechtigt.</li>
<li class="p1">Menschen sind unterschiedlich, einer kann vom anderen lernen.</li>
<li class="p1">Es gibt keine Ausgrenzung.</li>
<li class="p1">Menschen mit Behinderungen werden von Anfang an anerkannt und sind selbstverständlich dabei.</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_9">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_1_4 et_pb_column_12  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h1 style="text-align: center;">2.</h1></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_4 et_pb_column_13  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4 class="p1">Teilhabe</h4>
<ul>
<li>Alle Menschen sollen teilnehmen an der Bildung, am Arbeitsleben und der Freizeit, ebenso beim Wohnen in der Gemeinde.</li>
<li>Dabei soll jeder und jede so unterstützt werden, wie er oder sie es braucht.</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_10">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_1_4 et_pb_column_14  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h1 style="text-align: center;">3.</h1></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_3_4 et_pb_column_15  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4 class="p1">Selbstbestimmung</h4>
<ul>
<li>Selbstbestimmung bedeutet, dass man Möglichkeiten zur Auswahl hat. Dann kann man das eigene Leben selbst gestalten.</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_11">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_16  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Quelle: Lebenshilfe Österreich</em></p>
<p><strong>Inklusion</strong> und <strong>Teilhabe</strong> für Menschen mit Einschränkungen beginnen <strong>von Geburt an</strong> und erstrecken sich <strong>über alle Lebensphasen</strong>, einschließlich Bildung, Beruf und Unterstützung im Alter. Das bedeutet, dass sie <strong>von Anfang an selbstverständlich</strong> in unserer Gesellschaft integriert sind. In diesem Prozess werden sie als <strong>vollwertige Bürgerinnen und Bürger</strong> betrachtet, die alle Rechte und Pflichten genießen und die <strong>gleiche Wertschätzung</strong> erfahren wie jeder andere auch.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div id="teil5" class="et_pb_row et_pb_row_12">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_17  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Integration und Inklusion im Alltag</h3>
<h5>In der Schule</h5>
<p>Langfristig sehen Organisationen wie die <strong>Lebenshilfe</strong>, dass es Zeit wird <strong>Sonderschulen abzuschaffen</strong> und ein inklusives Bildungssystem zu schaffen. Ziel sollte sein, dass <strong>Talente gefördert</strong> und nicht Defizite aufgrund gesellschaftlicher Vorgaben hervorgehoben unterrichtet werden sollen.</p>
<p>Im <strong>gemeinsamen Unterricht aller Kinder</strong> würden von Anfang an die <span>jeweiligen <strong>individuellen Fähigkeiten</strong> jedes einzelnen Kindes, unter Berücksichtigung der <strong>persönlichen Lerngeschwindigkeit</strong> berücksichtigt.</span></p>
<p><span>Ein inklusives Schulangebot berücksichtigt <strong>vielfältige Bildungsanforderungen</strong> und individuelle Bedürfnisse. Es setzt auf eine <strong>Palette unterschiedlicher Lehrmethoden</strong> wie <strong>Kleingruppenarbeit</strong>, <strong>Peer-Teaching</strong>, <strong>Multilevel-Teaching</strong> und <strong>maßgeschneiderte Lehrpläne</strong>, um gezielt auf die individuellen Entwicklungsstufen der Kinder einzugehen und sie <strong>bestmöglich zu fördern</strong>. Zum Beispiel besitzen viele Kinder mit Behinderungen <strong>starke emotionale Kompetenzen</strong>, die sie nutzen, um ihre nicht-behinderten Mitschüler herauszufordern. Dies führt zu <strong>wechselseitigem Lernen</strong> und einer <strong>natürlichen Solidarität</strong> in der Schulgemeinschaft.</span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Im Arbeitsalltag</h5>
<p>In <strong>Österreich</strong> sind Unternehmen mit einer Belegschaft von mindestens 25 Personen <strong>gesetzlich dazu verpflichtet</strong>, entweder <strong>eine Person mit Behinderung</strong> einzustellen oder eine entsprechende <strong>Ausgleichsabgabe</strong> zu entrichten. Diese gesetzliche Regelung betrifft aufgrund der hohen Anzahl an Kleinbetrieben <strong>lediglich 2% der örtlichen Unternehmen</strong>, während 98% der Betriebe nicht verpflichtet sind, Menschen mit Behinderungen einzustellen.</p>
<p>Eine Ward Howell-Studie von 2021 zeigt, dass <strong>in österreichischen Unternehmen</strong> das <strong>Verständnis</strong> für Diversität und Inklusion noch verbessert werden muss, obwohl zwei Drittel der Unternehmen diese Themen als wichtig erachten. Besonders bemerkenswert ist, dass <strong>kleinere und mittlere Unternehmen</strong> ein <strong>stärkeres Bewusstsein</strong> für diese Themen aufweisen als größere Unternehmen. Trotzdem haben nur 24% der kleinen/mittleren und 19% der großen Unternehmen konkrete Maßnahmen ergriffen, während erstaunlicherweise 62% überhaupt keine Initiativen in Richtung Inklusion und Diversität ergriffen haben, was auf einen dringenden Handlungsbedarf hinweist.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Fazit</h3>
<p>Das Ziel der oben erwähnten <strong>Diversität</strong> und der damit verbundenen <strong>Inklusion</strong> aller Menschen in den Alltag sollte die <strong>vollständige Akzeptanz</strong> der individuellen Eigenschaften, Charaktäre und Potenziale sein. Wenn wir dieses Ziel erreichen, dann leben wir die <strong>Grundlagen unserer modernen Umgangsformen</strong> wie z.B.</p>
<ul>
<li><span>Aufmerksamkeit und Achtsamkeit</span><span></span></li>
<li><span>Respektvoller Umgang mit anderen</span></li>
<li><span>Akzeptanz anderer</span></li>
</ul>
<p><span></span>Unser <strong>soziales Umfeld</strong> kann auf Dauer nicht nur in getrennten Gesellschaften existieren. Diese Trennung führt &#8211; historisch betrachtet &#8211; immer wieder zu <strong>Konflikten</strong> und oft auch zu <strong>gewaltsamen Auseinandersetzungen</strong>. Die Integration und Inklusion kann allerdings<strong> nicht nur als Einbahnstraße</strong> betrachtet werden, indem sie nur einseitig eingefordert wird. Wenn auf allen Seiten die <strong>Bereitschaft dazu</strong> existiert, ist ein gemeinschaftliches Leben erst möglich. Wichtig ist allerdings, dass irgendjemand den ersten Schritt dazu macht.</p>
<p>Somit ist eindeutig erkennbar, dass es sich hier auch um ein Thema handelt, dass eben nicht nur Menschen mit Einschränkungen betrifft, sondern auch andere weite Teile unserer Gesellschaft. Ein Thema, das noch lange nicht ausgestanden ist und das immer wieder zu hitzigen Diskussionen geführt hat.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Persönliche Erfahrung</h5>
<p>Persönlich kann ich von sehr positiven Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Trisomie 21 – allesamt von der Lebenshilfe Wien – berichten, die mit mir und einer Auswahl an Tanzschülern gemeinsam einen Tanzkurs absolvierten. Die besondere Direktheit, die diese Jugendlichen an den Tag legten, waren von einer besonderen herzerfrischenden Art, dass die Zusammenarbeit mehr als nur freundlich, ja sogar als herzlich bezeichnet werden kann, dass ich ganz anders unterrichten lernte</p>
<p>Ähnliches erlebte ich mit Aktiven, ebenfalls mit Trisomie 21, des Vereines <a href="https://ichbinok.at/" target="_blank" rel="noopener">Ich bin OK</a>. Die Motivation und auch Herzlichkeit, die diese jungen Menschen haben – z.B. mitten in der Generalprobe vom Opernball schallt ein lautes &#8222;Hallo, Dominik!&#8220; durch den großen Ballsaal der Wiener Staatsoper – sind ein derart positives Signal für ein inklusives Zusammenleben.</p>
<p>Ich möchte daher an dieser Stelle all diesen inspirierenden Menschen für diese Erfahrung auf das Herzlichste danken!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h5>Quellen</h5>
<ul>
<li><a href="https://www.lebenshilfe.at/inklusion/mehr-zu-inklusion/" target="_blank" rel="noopener">Lebenshilfe Österreich</a></li>
<li>APA-OTS:<span> </span><a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220530_OTS0093/lebenshilfe-kritisiert-ausgrenzende-bildungspolitik" target="_blank" class="link-external" rel="noopener">Lebenshilfe kritisiert ausgrenzende Bildungspolitik</a></li>
<li><a href="https://www.behindertenrechtskonvention.info/" target="_blank" class="link-external" rel="noopener">Behindertenrechtskonvention</a></li>
</ul></div>
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